Bobber Umbau einer Yamaha SR 250

Posted on Juli 18, 2010

Mich gibt es noch, auch wenn es lange hier ruhig war! Diesem Blog fehlte in der Vergangenheit einfach die Orientierung. Interessen haben sich verschoben, mich interessiert heute einfach nicht mehr der neuste Pups aus Cupertino.

Ein neues Thema ist gefunden. Mein Bobber-Umbau einer Yamaha SR 250.
Ein schönes kleines, sparsames Alltags-Motorrad, mit dem ich gemütlich durchs Ruhrgebiet cruisen kann und dass ruhig auch mal im Regen draußen stehen bleiben kann (würde meiner CB1 niemals passieren).

Bobber? Was´n das?

Der Begriff Bobber bezieht sich auf den „bob“, also den kleinen Außenschwung am unteren Ende des Vorderradschutzblechs an alten Harley-Davidson-Modellen. Neben dem Motortuning war eine der ersten Modifizierungen, die ein Harley-Enthusiast in den 1940er und 50er Jahren vornahm, wenn er sein Fahrzeug leichter und damit schneller machen wollte, das originale Vorderradschutzblech nach hinten gedreht über dem Hinterrad zu montieren. Das ursprüngliche Hinterradschutzblech wurde weggelassen, das Vorderrad lief ohne Schutzblech. Solche Fahrzeuge hatten am Heck den „bob“ und hießen deshalb Bobber.
Die Modifizierungen erfolgten ursprünglich, um einerseits das Gewicht zu reduzieren und so die Fahrleistungen zu verbessern. Andererseits sollte das oft als schwerfällig oder schwülstig empfundene Aussehen verbessert werden. Es war die erste Anlehnung von Straßenmotorrädern an typisch amerikanische Rennmaschinen – in diesem Fall Boardtrack-Racer und Hillclimber. Diese Motorräder wurden zunächst als Bobber oder Bobchops bezeichnet. Der Vorgang, aus einem Motorrad einen solchen Bobber zu machen, hieß umgangssprachlich bald „Bob job“.

Quelle: Wikipedia

Oder falls Interesse besteht, einfach mal die Google-Bildersuche bemühen.

Zurück zum Thema: ich bin ziemlich, ziemlich günstig an zwei SR 250 ran gekommen. Die eine relativ fahrtüchtig, aber seit fast 8 Jahren nicht zugelassen und die andere fast komplett in Teilen zerlegt – dient mir nun als Ersatzteillager.

Die zusammengebaute habe ich ziemlich zügig ans Laufen gekriegt und ich muss sagen, sie ist ein Traum. Trotz des kleinen Einzylinder (Eintopf) Motors und 20 PS blubbert sie gemütlich vor sich hin, fast wie ne Große. Ich befürchtete ja, dass sie sich anhört und fährt wie eine Nähmaschine auf LSD, aber weit gefehlt.



Dieser „Fahrspaß“ sollte sich aber nun genau zu meinem Problem entwickeln. Ursprünglich war geplant, dass ich sie bis zum nächsten Sommer auf die Straße bringe und ich sie im Prinzip von Grund auf neu aufbaue. Tja, was soll ich sagen, Plan verworfen. Ich werde sie jetzt erst einmal nur im Kleinen Umbauen: Rahmen, Tank, etc. lackieren, damit ich diesen Sommer noch ein bisschen fahren kann. Der originale Heckfender wird vorläufig weiter verwendet, aber an einer anderen Stelle. Die Heckkürzung des Rahmens muss noch mit dem örtlichen Tüv besprochen werden und der nächste Winter zum weiter bauen kommt bestimmt. Dann werde ich mich auch dem Motor widmen, damit wir noch viele glückliche Kilometer erleben werden.

Hier wird die Kleine entblättert



Dieser Lenker dient dann bald als „Steuereinheit“! Nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe, aber er war bei den Ersatzteilen dabei und somit quasi umsonst.



Unter dem Tag „Bobber“ werde ich von meinem Bastelprojekt berichten. Ich hoffe, ich vergraule damit nicht meine alte Leserschaft und vielleicht gewinne ich den ein oder anderen Leser dazu.

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Kommentare

1 Comment so far
  1. Holly Januar 4, 2014 09:03

    Hi,

    Wie sieht es aus mit deinem Projekt? Hast du es gefinished? Ich habe heute aus Zufall deinen Blog gesehen und finde es sehr interessant, da ich mir gestern auch eine sr 250 gekauft habe mit den gleichen Hintergrund. Meine sr250 soll auch in die Richtung Bobber oder Scrambler umgebaut werden.

    Ich würde mich freuen wenn du dich mal meldest. Du hast bestimmt noch paar Tipps für mich.

    Gruß holly