nächster Rastplatz raus

23. August 2010

Letzten Donnerstag verließ mich leider mein gutes altes PowerBook und der gute Makla bot mir dankenswerter Weise sein 2007er MacBook Pro zu einem Freundschaftsobulus an, welches ich letzten Samstag bei ihm abholte.
Also Samstag Vormittag noch mal schnell bei der CB1 den Ölstand kontrollieren, Lederkombi anziehen, Geld holen, Tanken und auf Richtung „Süden“ – knappe 250 km A45.
Rastplatz Siegen das erste mal Nachtanken, kleine Pause, Kippe und weiter. Alles gut. Wetter toll.
Ich ließ gemütlich die Kilometer an mir vorbei rauschen, irgendwann dann mal wieder ein Blick auf den Tacho. Hä. Moment. Ich weiß ganz genau, dass ich fahre. Tachowelle gerissen. Ist ja im Prinzip nicht schlimm. Geschwindigkeit hat man ja auch ein bisschen im Gefühl. Aber: der Kilometerzähler läuft auch nicht mehr weiter. Die CB1 hat keine Tankanzeige. Ich muss nach 80 – 90 Meilen immer tanken. Ab da begann die Rechnerei. Ort xy war vor 30 km, eine Meile sind ca. 1,6 km, 30×1,6 sind etwas mehr als 45km… könnt ihr Euch sicher vorstellen, wie es unter meinem Helm vor sich ging.
Sonst passierte eigentlich nicht mehr viel auf der Hinfahrt -ach doch- 2 der 3 Schrauben, die die Auspuffblende halten sind mir abvibriert.
Dann erstmal einen schönen Nachmittag bei Makla verbracht, St.Pauli geguckt, Kaffee, Kippen, Computer. All das, mit dem Kerle sich einen Nachmittag beschäftigen können 🙂
Dummerweise habe ich vergessen die Blende komplett abzuschrauben. Was mir auf der Bundesstraße aber wieder einfiel. Argh, Bordwerkzeug vergessen. Ich wollte die Blende aber auf keinen Fall verlieren, weil ich sie damals mit meinem Vater selbst entworfen und gebaut habe. Also nächster Parkplatz raus. Da putzt doch tatsächlich am Autobahnparkplatz jemand sein Auto… schnell nach einem Schraubenzieher gefragt, Blende ab, auskühlen lassen und ab in den Rucksack und weiter.
Irgendwann flattert es um meinen Hals ganz wild, einmal ans Halstuch gefasst, habe ich es in der Gashand. Vorderradbremse ist jetzt nicht mehr, sonst verlier ich mein Tuch aus der Hand. Also hinter einem Wohnwagen her, nächster Parkplatz raus, Tuch neu binden und weiter…. und diesmal bis nach Hause ohne weitere Störungen und Probleme 🙂

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Rockabella

18. August 2010

Nach langer langer Zeit endlich mal wieder mit dem Wacom gespielt.
Eine kleine Rockabella!


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Alte Liebe – oder das Motorrad-Stöckchen

Durch puren Zufall sah ich gestern bei einem Gebrauchtwagenhändler mein aller erstes Motorrad im Regen stehen. Nicht das selbe Modell, sondern MEINE Yamaha TDR auf der ich vor 12 Jahren hier meine Runden drehte und die ersten Touren machte. Als ich 18 wurde, habe ich sie an den Sohn des Hausmeisters meiner Schule verkauft und habe meine TDR immer noch jeden Tag auf dem Schulhof stehen sehen. Was nicht schön war. Hab ich sie doch gehegt und gepflegt, mit der Zahnbürste alle Ecken und schwer zugängliches geschruppt, wurde sie ab da nur noch runter geritten. Eines Tages dann kam ein Sturz. Eine Schraube an der Krümmerverkleidung wurde um 90° gebogen (Winkelschraube?) und genau daran und am fehlenden Dekor habe ich sie wieder erkannt. Mittlerweile hat sie über 40.000 km auf den Buckel, jegliche Verkleidungsteile sind eingerissen, Verkleidungsschrauben wurden zum Teil durch normale Kreuz- und Schlitzschrauben ersetzt und hier und da setzt Rost an. Auf dem Zettel verlangt der Verkäufer stolze 900 Euro für die 13 Jahre alte und äußerst ungepflegte TDR. Für mich leider zuviel um sie wieder in altem Glanz dastehen zu lassen und sie als Wintermopped zu benutzen.
Ein tolles Mopped war sie, optisch wie eine Große, schöne Zeiten hatten wir und viele Kilometer sind wir gemeinsam gefahren. Schade, in welchem Zustand sie nun ist. Ich wünschte, ich hätte sie nicht gesehen.

Welches war Euer Einstiegsmopped? Gibt es eine besondere Geschichte dazu?
Ich werf das Stöckchen mal zu Marc, Alexander und Ernie
Kann aber gerne von jedem anderen mit aufgenommen werden 🙂

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Honda CB1 zum Café Racer

9. August 2010

Im Netz habe ich noch keinen Café Racer Umbau der Honda CB1 entdeckt. Wenn die CB 1 umgebaut wird, dann meist nur zur Streetfighter: abgeschnittenes hochgezogenes Heck oder die Heckverkleidung eines heutigen Nakedbikes wird irgendwie auf die Rahmenrohre der CB 1 gestülpt. Vorne noch eine Insekten-GFK-Maske drauf und fertig ist der moderne Look. Sicherlich zum Teil tolle Umbauten, aber meine Sache ist das nicht. Nicht an einem 20 Jahre alten Motorrad.
Ich finde, aus der CB1 ließe sich ein schicker, nicht ganz so extremer Café Racer bauen. Stummellenker hat sie schon von Werk, sie hat einen Meilentacho, sie ist schlank, der Tank ist recht flach und lang und sie schafft mit ihren 58 PS locker the ton (100 mph).
Wenn man nun kompromisslos ist, nimmt man die Heckverkleidung und Sitzbank weg und baut sich eine schöne Höckersitzbank, kürzt das Heck ein wenig und gut ist.
So kompromisslos kann ich nicht sein. Ich möchte auf meiner CB 1 zu jeder Zeit, bzw. ohne großen Aufwand, mein Baby mitnehmen können.
Meine Idee war jetzt, mir von einer Unfall-CB 1 das Heck zu besorgen und daraus mit GFK eine Höckerverkleidung zu modellieren, die ich einfach nach belieben austauschen kann. Die Originalsitzbank soll so erhalten bleiben und einfach zur hälfte von der Racer-Sitzbank abgedeckt werden. Ein kleines Problem hätte ich mit der Halterung – an die Verschraubung käme ich nicht ran, wenn die Verkleidung so weit über die Sitzbank geht, das andere Problem wäre, dass ich das Heck nicht in Fahrzeugfarbe lackiert kriegen würde. Ich hab damals die CB 1 in Kobaltblau mit Goldflakes im Klarlack lackieren lassen. Ich glaube, die Mischung bekommt kein Lackierer ein zweites Mal hin.

Ihr Moppedschrauber, Euer Ideenreichtum ist gefragt: habt ihr bessere Vorschläge? Ist das Vorhaben von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

So könnte es aussehen (mal eben den digitalen Pinsel geschwungen):


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